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Von Montpellier nach Pont d´Ain

Das war es dann wohl mit dem herrlichen Frühling im Winter:
In der Nacht ist es sehr windig, der Himmel hat sich schon am Abend langsam zugezogen, und heute früh ist er novembergrau und es beginnt zu regnen, der erste Tag seit Wochen, an dem wir die Sonne nicht sehen. Die Temperatur liegt nur noch bei 9 Grad und das wird noch der Spitzenwert für heute sein.

Vom Hafen in „Palavas-les-Flots“ fahren wir zunächst ein kurzes Stück über die Landstraße, bis wir wieder die A 9 erreichen, auf der wir über „Nimes“ und „Avignon“ nach „Orange“ fahren, dort wechseln wir auf die A 7 und halten uns immer stur nach Norden, über „Montelimar“ und „Valence“ nach „Lyon“, wo wir die A 42 in Richtung „Bourg-en-Bresse“ nehmen.

Am Anfang begleiten uns die üblichen, kilometerlangen Weinfelder rechts und links der Autobahn, die später weniger werden. Dafür sind die Hügel dann bewaldet, mit Steineichen, Kiefern und vereinzelten Säulenzypressen.
Schöne, freistehende, alte Bauernhäuser sind immer wieder in der Flur zu sehen, Kapellen, Festungen und Burgen schauen von den höchsten Felsen in der Umgebung.
Irgendwann tauchen dann erste Lavendelfelder auf, leider um diese Jahreszeit alles andere als in ihrem lila Prachtkleid, müssen wir wohl später noch mal wiederkommen.

Mit jedem Kilometer, den wir uns vom Mittelmeer entfernen, fällt die Temperatur, 9, 8, 7, 6, 5 Grad, bald sind wir bei 4 Grad angelangt und es regnet noch immer ein wenig.
Als wir uns „Lyon“ nähern meldet sich zum ersten mal unser „Piepser“ vom Außentemperaturfühler, nur noch 3 Grad und wenig später sehen wir die ersten schneebedeckten Hügel seitlich des Rhonetales, frisch gefallener Schnee, die Bäume sind weiß gezuckert, erste Autos begegnen uns, die weiße Mützen tragen, und hinter „Lyon“ sind dann auch die Felder entlang der Autobahn weiß. Wenigstens kommt nun nichts mehr von oben, die Straßen sind naß, aber schneefrei.

Wir halten uns in Richtung „Genf“ und dann nach „Bourg“, – in „Pont d´Ain“, einem kleinen Städtchen auf dem flachen Land, fahren wir von der Autobahn, es wird Zeit einen Übernachtungsplatz zu finden. Wohnmobil-Stellplätze gibt es hier in der Gegend gar keine, die Campingplätze sind in der Regel im Winter geschlossen.
Uns solls recht sein, so stehen wir hier im Städtchen auf einem großen Parkplatz unter mächtigen Bäumen, das sieht alles ziemlich gutbürgerlich aus, hier bleiben wir. ( N 46° 02´54.5″ E 05° 20´05.5″ )

Tagesetappe:   358 km                    Gesamtstrecke:   10.383 km

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Verfasst von - 21. Februar 2015 in Allgemein

 

Von Palamos (Spanien) nach Montpellier (Frankreich)

„Platja d´Aro“ ist ein schönes Städtchen, sauber und gepflegt, mit einem Stadtpark mit See, der zum Spazierengehen einlädt, an den bewaldeten Hängen sind schöne Häuser zu sehen, hier läßt es sich aushalten.

Wir fahren trotzdem weiter, – noch ein wenig über Land, die C 31 nach Norden bis „Figueres“, dann gehen wir auf die Autobahn AP 7 bis zur spanisch-französischen Grenze, dort heißt sie dann A 9.

Das nordöstliche Spanien ist nett anzusehen, ländlich, ohne viel Trubel, hügelige Landschaft, viele schöne, alte Bauernhäuser aus Natursteinen sind zu sehen, kleine Dörfer, hier sind wieder Olivenhaine zu sehen und Weinstöcke, aber auch schon Felder, offensichtlich wird hier nicht nur Obst und Gemüse angebaut.
Dann geht es über die niedrigen, bewaldeten Hügel, das sind die Ausläufer der Pyrenäen hinauf nach Frankreich.

Anfänglich sind hier nur bewaldete Hügel zu sehen, Kiefern und Steineichen, erst später, als die Gegend wieder flacher wird gibt es richtige Äcker und grüne Wiesen, das hatten wir sehr lange nicht, eine richtig schön grüne Wiese, sieht toll aus. Dann beginnen die Weinfelder, rechts und links der Autobahn, so weit das Auge reicht und kilometerlang. Dazwischen stehen schöne alte Bauernhäuser, Weingüter und von den Hügeln ringsum schauen immer wieder schöne alte Burgen und Schlösser zu uns herunter.

Das Wetter ist immer noch recht angenehm, die Sonne scheint schon früh am Morgen und bleibt uns, bis auf wenige Momente, den gesamten Tag erhalten, die Temperatur schafft es trotzdem nicht über 14 Grad, später in Frankreich nur noch auf 13, zum Fahren ist das ganz angenehm.

Am späten Nachmittag, wir sind bei „Montpellier“ angekommen, suchen wir einen Stellplatz für die Nacht, den wir im Yachthafen in „Palavas-les-Flots“, direkt am Mittelmeer finden, sehr angenehm und nicht zu voll. ( N 43° 31´52.1″ E 03° 55´23.1″ )
Wenige hundert Meter weiter in der Stadt, gibt es eine Promenade, direkt an den Kanälen, an denen die Fischerboote anlegen, dort finden wir ein schönes Lokal, das fangfrische Muscheln anbietet, – dazu lassen wir uns nicht lange bitten, ein gediegenes Gläschen Weißwein dazu, das passt !

Tagesetappe:   292 km                    Gesamtstrecke:   10.025 km

 
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Verfasst von - 20. Februar 2015 in Allgemein

 

Von Torrenostra über Barcelona nach Palamos

Wir sind merklich weiter im Norden, die Nächte sind kühler als an der „Costa del Sol“ und auch die Tage bringen es trotz herrlichem Sonnenschein nur noch auf 14 Grad.
Es wird wohl auch die nächsten Tage mit den Temperaturen noch weiter abwärts gehen.

Heute bleiben wir zunächst mal weg von den kleinen Küstenstraßen, wir haben die letzten Tage reichlich spanische Badeorte gesehen, heute wollen wir ein Stück vorwärts kommen und gehen dazu auf die AP 7, die „Bezahlautobahn“ nach Norden.
Sie führt meist relativ dicht an der Küste entlang, ist natürlich wunderbar leer und astrein ausgebaut, bis hinter „Tarragona“ bleiben wir drauf, dann wechseln wir auf die C 32, sie ist ebenfalls vierspurig, gut ausgebaut und mautpflichtig, führt uns aber durch „Barcelona“ und dann immer der Küste entlang bis „Lloret de Mar“.
Barcelona wollen wir uns wenigstens während einer Durchfahrt flüchtig anschauen, und dann doch wieder an der Küste entlang tingeln, dort an der „Costa Brava“ gibt es von „Tossa de Mar“ nach „Sant Feliu de Guixols“ eine wunderschöne Küstenstrecke, von der wir gelesen haben und die wir nicht versäumen wollen.

Gegen 10.30 Uhr fahren wir los, das Wetter passt, die Sonne scheint.
Die Strecke führt an kleinen katalanischen Dörfern vorbei, bringt aber sonst wenig Neues, weiterhin Orangenplantagen bis zum Horizont, später werden sie weniger, dafür kommen dann wieder Oliven- und Mandelbäume hinzu und noch etwas später unzählige Weinfelder, – und natürlich die schon gewohnten Gemüse- und Salatfelder. Spaniens Mittelmeerküste ist in Bezug auf die Landwirtschaft schon eine Besonderheit in Europa, annähernd 1.400 Kilometer fahren wir nun mitten im Winter an ihr entlang und haben einen einzigen Obst- und Gemüsegarten gesehen.

Gegen Mittag erreichen wir „Barcelona“.
Ja, das ist eine richtige Stadt, wir fahren ewig lang bis wir vom einen zum anderen Ende quer durch sind, es herrscht ziemlich viel Verkehr, die Wahl der richtigen Straße ist nicht ganz einfach, weil deren Bezeichnungen auf der Karte, im Navi und in der Realität teilweise ganz unterschiedlich sind, aber es funktioniert ohne „Ausrutscher“.
Die Stadt selbst macht einen recht übersichtlichen und aufgeräumten Eindruck, die Straßen sind großzügig, unsere Strecke führt durch eine Unzahl von Unterführungen und Tunnels. Von der Stadt sehen wir nicht wirklich viel, Gewerbegebiete in der Peripherie, Wohn- und Geschäftshäuser in der Stadt, es geht überall recht geschäftig zu.

Hinter „Barcelona“ dann ändert sich die Landschaft, es wird bergig und Kiefernwälder tauchen auf, das sieht sehr ungewohnt aus, dafür verschwinden die gewohnten Plantagen.

Dann bei „Lloret de Mar“ endet die C 32 und es geht über kleine Straßen weiter. „Lloret de Mar“ ist wider Erwarten ein ganz nettes Städtchen, gar nicht so zugebaut, wie wir es erwartet hatten. Und dann kommt für uns die größte Überraschung. Die „Costa Brava“, – sie ist in diesem Abschnitt enorm schön, – das hatten wir so nicht erwartet.
Ja, wir gestehen, hier noch nie gewesen zu sein und uns auch noch nie richtig Gedanken darum gemacht zu haben, wie es hier wohl aussehen könnte.
Deswegen sind wir froh, diesen Abstecher heute gemacht zu haben, – das ist mit Abstand die schönste Küste am gesamten spanischen Mittelmeer, bergig, bewaldet, mit wilden Klippen, unten am Meer weiße Brandung an schroffen Felsen, kleine Buchten mit Sand und dazwischen kleine Feriendörfer, bei weitem nicht solche Mega-Touristenburgen wie sonst, wirklich toll, erinnert uns Kreta-Fans natürlich ein wenig an „unser“ Kreta.
Wir fahren eine fast 20 Kilometer lange, schmale Straße, die sich von „Tossa de Mar“ durch die Berge schlängelt und immer wieder herrliche Ausblicke auf das Meer freigibt, schöne Häuser stehen versteckt in den Wäldern, steil führt der Abgrund neben der Straße oft hundert und mehr Meter nach unten, ein paar Radfahrer quälen sich die steilen Hänge hinauf und ein „Rudel“ echt wilder Motorradfahrer kommt uns im „Grand-Prix-Stil“ in extremer Schräglage durch die Serpentinen entgegen.
Dann führt die Straße langsam hinab nach „Sant Feliu de Guixols“, einem kleinen Städtchen am Meer.

Wir fahren noch wenige Kilometer weiter, nach „Platja d´Aro“, einige Kilometer vor „Palamos“, dort gibt es einen Wohnmobil-Stellplatz mitten in der Stadt.
Und obwohl wir heute fast alleine auf der Strecke unterwegs sind, kein Wohnmobil ist uns irgendwo begegnet, ist der Platz auch hier wieder ziemlich voll, – wo kommen die nur alle her ? Doch wir kommen unter, und später stellt er sich sogar als recht angenehm heraus. ( N 41° 48´37.3″ E 03° 03´27.5″ )

Tagesetappe:   357 km                    Gesamtstrecke:   9.733 km

 
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Verfasst von - 19. Februar 2015 in Allgemein

 

Von Benidorm nach Torrenostra

Die Nacht ist relativ kalt und ein scharfer Wind pfeift von den Bergen, der Regen hat aufgehört, am Morgen kommt die Sonne durch, es bleibt aber ein kühler Wind.

Wir gehen wieder auf die N 332, eine kleine, aber recht gute Nebenstrecke, die immer dicht am Meer entlang nach Norden führt.
Ein kurzer Blick zurück nach „Benidorm“ muß noch mal sein, dann geht es über „Calp“, „Oliva“ und „Gandia“ nach „Valencia“, das wir auf der A 7 umfahren.
Über die sehr gut ausgebaute N 340 geht es dann weiter über „Vastello“ nach „Torrenostra“.

Zunächst beginnt der Tag so, wie der Gestrige endete, das Meer rechts draußen, Hügelketten auf der linken Seite, dazwischen Tourismus und alles was dazugehört, mal ganz nett gestaltet, mal wieder einfach nur zum Weglaufen, das ändert sich von Ort zu Ort. Mal dicht zugebaute Strände, mal etwas gemäßigter, mit vielen kleinen Fincas entlang der Hügel im Hinterland, das sieht oft ganz nett aus.
In den Örtchen am Meer sind immer wieder kleine Yachthäfen angelegt, in denen die kleinen und etwas größeren Yachten vor Anker liegen.

Am Nachmittag dann durchfahren wir „Valencia“, eine Großstadt am Meer, breite Straßen, ein wenig Industrie, viel Wohnungen auf kleinstem Raum, nichts Besonderes.

Schon vor der Stadt und auch dahinter ist dann wieder mehr Platz für Landwirtschaft, in der Regel Orangenplantagen, unglaublich in ihrer Ausdehnung, kilometerweit nach allen Richtungen, nur Orangen, ganze Wälder, so weit das Auge reicht, überall wird derzeit geerntet, – es fällt aber auch auf, daß offensichtlich in vielen Plantagen nicht geerntet wird, die reifen Orangen fallen tonnenweise von den Bäumen und bleiben darunter liegen, warum auch immer ?

Am späten Nachmittag nähern wir uns „Castello“, von dort ist es nicht mehr weit nach „Torrenostra“, wo wir während der Anreise auf einem großen, asphaltierten Parkplatz total schön direkt am Meer gestanden und nette Leute getroffen haben. Da fahren wir doch wieder hin. ( N 40° 11´55.1″ E 00° 13´50.1″ )
Und prompt treffen wir Rosi und Horst mit ihren beiden Hunden wieder, die hier überwintern, wir verabreden uns für den Abend in einem kleinen Lokal. Mit netter Unterhaltung, einem guten Essen und einem schönen Fläschchen Wein wird es ein richtig gelungener Abend.

Tagesetappe:   276 km                    Gesamtstrecke:   9.376 km

 
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Verfasst von - 18. Februar 2015 in Allgemein

 

Von Murcia über Alicante nach Benidorm

Das wars wohl mit dem Frühsommer.
In der Nacht regnet es, der Morgen ist trüb, schwere dunkelgraue Regenwolken ziehen weiter vom Norden herein, aber es regnet nicht mehr, von Sonne weit und breit keine Spur, so zeigt auch das Thermometer heute früh nur kühle 11 Grad, und auch am Tag werden es nicht mehr als trübe 16.

Wir wollen uns heute mal die „Costa Blanca“ antun, bisher hatten wir nur von den „spanischen Bausünden“ entlang dieser Küste gehört, das wollen wir mal gesehen haben.
So fahren wir über die RM 2 in Richtung „Cartagena“ und dann über kleine Straßen hinaus ans Meer bei „Los Alcazares“, dort immer auf der N 332 am Meer entlang, über „San Pedro del Pinatar“ und „Torrevieja“ nach „Alicante“ und weiter nach „Benidorm“.

Fast fünfzig Kilometer sind es bis ans Meer, die Landschaft unterwegs ist ziemlich flach, die Gegend landwirtschaftlich geprägt, viele Obstplantagen, Mandeln, Zitrusfrüchte, aber auch Gemüse, viel Artischocken, Blumenkohl und riesige Salatfelder sehen wir entlang unseres Weges, es wird überall geerntet.
Draußen am Meer ist dafür kein Platz mehr, dort gibt es fast nur noch Tourismus, ehemals kleine Dörfer, die zu Kleinstädten angewachsen sind, außerhalb, an der „Playa“, Richtung Meer viele Hotels, riesige Appartementanlagen und Ferienhäuser, alles dicht nebeneinander, Platz war nie genug da, – in den Urbanisationen die passenden Geschäfte dazu, Einkaufsmärkte, Immobilienmakler, Autovermietungen, Restaurants, oft globale Ketten und unheimlich viele Asialokale gibt es.
Wir sind schon fast 40 Kilometer am Meer entlang gefahren, als wir es zum ersten Mal überhaupt zu sehen kriegen.

Hinter „Torrevieja“ erscheint plötzlich links der Straße, eine große, rötlich schimmernde Lagune im Landesinneren, ohne sichtbare Verbindung zum Meer, die Straße führt über die trennende Landzunge, der Naturpark „Lagunas de la mata y Torrevieja.
Einige Kilometer weiter im Norden, ein ähnliches Bild, hier ist es der Naturpark „Santa Pola“, die Lagune ist wesentlich größer, hier führt die Straße mitten durch, es wird Salz in großem Stil gewonnen, viele Wasservögel haben sich hier angesiedelt, sogar eine ganze Schar Flamingos steht an verschiedenen Stellen im flachen Wasser.

Dann erreichen wir „Alicante“, – eine Großstadt am Meer, Häuser, auch Hochhäuser, Industriegebiete und Fabriken, ein großer Hafen, der Industriehafen ein wenig außerhalb, der Yachthafen zieht sich bis in die Stadt hinein, hier liegen sie in Mengen, die kleinen Boote, aber auch von den Großen, den „schwimmenden Villen“, sind es nicht gerade Wenige, das sieht schon gigantisch aus, – direkt daneben, – fußläufig zu erreichen, die Hotels der Stadt, die Straßen und Plätze davor schön angelegt und gepflegt, ja, das hat schon einen gewissen Flair.

Etwa 30 Kilometer weiter nördlich taucht es plötzlich am Horizont auf, – wie eine „Fata Morgana“ stehen wahnwitzige Hochhäuser in einer kleinen Bucht vor einem Felsen, die Skyline hat was von Hongkong. Das ist „Benidorm“. Und wie auf Bestellung fängt plötzlich der Himmel zu weinen an, und alle Fotos sind ziemlich verwässert. Nun ja.
Hier hat man aus einem ehemaligen Fischerdorf eine Megastadt gemacht, -höher, -größer, -moderner, …..-irrsinniger !
Ein Hochhaus neben das andere gestellt, dahinter, daneben, davor, die komplette Bucht und das Land dahinter, alles zubetoniert.
Wenn hier im Sommer Hochbetrieb herrscht und alle, die hier untergekommen sind, an den Strand pilgern, müssen sie dort wohl mindestens genauso übereinandergestapelt liegen, wie sie in den Häusern übereinandergestapelt wohnen ?!
Wir fahren nicht in die Stadt hinein, auch morgen nicht.

Wenige Kilometer hinter der Stadt, bei „Altea“ haben wir gleich 5 Wohnmobilstellplätze in unserem Verzeichnis, – und kriegen fast keinen Platz, die sind alle belegt bis auf den letzten Platz, auch zwei Campingplätze, an denen wir zufällig vorbeifahren, -riesengroß, -knackevoll, -was machen die Leute alle hier ?
Bei unserer Suche waren wir ganz am Anfang zufällig an einem Platz vorbeigekommen, der zwar auch ziemlich voll gewesen ist, aber offensichtlich doch noch ein oder zwei freie Plätze hatte, notgedrungen fahren wir dort noch einmal hin und kriegen auch einen Platz, nichts Tolles, aber wir sind unter. ( N 38° 35´08.6″ W 00° 05´01.5 “ )
Übrigens ist uns aufgefallen, daß mindestens 5 von den 8 Plätzen, an denen wir waren wohl von Holländern betrieben werden, entsprechend auch die Klientel, fast ausschließlich Holländer, ein paar Engländer und einige Belgier, ob derzeit in Holland überhaupt noch jemand anzutreffen ist !?

Tagesetappe:   225 km                    Gesamtstrecke:   9.100 km

 
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Verfasst von - 17. Februar 2015 in Allgemein

 

Von Almeria nach Murcia

Die Nacht ist ruhig und mild, der Morgen sonnig und warm, hier läßt es sich sicher für einige Tage gut aushalten.
Im Norden strahlen die schneeweißen Gipfel der Sierra Nevada vor einem stahlblauen Himmel.

Wir ziehen weiter, gehen auf die A 7 und fahren gen Norden.
Die Landschaft verändert sich wenig, zunächst wieder „Folienlandschaften“, so weit das Auge reicht, kilometerlang, bis „Almeria“ und noch viele Kilometer darüber hinaus.
Hinter „Almeria“ entfernt sich die A 7 von der Küste und führt ein Stück durch das Landesinnere, das Meer ist nur noch selten weit in der Ferne zu sehen.
Die A 7 führt durch die Berge, eine schöne Landschaft, mit kleinen Dörfern und einzelnen Fincas, ein paar Palmen und wenigen, uralten Olivenbäumen.
Wenig später aber wird es knochentrocken, wüstenhaft, durchaus mit einigen Wüsten vergleichbar, die wir in Marokko gesehen haben.

Kilometer weiter wird es dann wieder ein wenig freundlicher, Olivenhaine sind zu sehen, – dann Mandelbäume, – sie stehen in voller Blüte, – sieht das toll aus !
– und noch später dann durchfahren wir wieder ewig große Zitrusplantagen, Orangen, Mandarinen und Zitronen, es wird überall geerntet,
– Gemüsefelder kommen ins Blickfeld, Blumenkohl können wir erkennen, Artischocken, – die Region ist schon wirklich ein Paradiesgarten.

Etwas vor „Murcia“ wollen wir die A 7 verlassen und wieder hinunter zum Meer fahren, ab „Cartagena“ geht die N 332, die alte Landstraße immer am Meer entlang bis „Alicante“, das erscheint uns interessanter, die Autobahn fährt sich ziemlich langweilig.
Bei „Totana“ verlassen wir die A 7 und schauen schon mal nach einem Übernachtungsplatz.
Unser Stellplatzführer zeigt uns in „Aledo“ einen Wohnmobilstellplatz, das ist nicht wirklich weit, wir fahren hin und schauen ihn uns an.
Das ist ein wahrer Glückstreffer, toll angelegt, blitzsauber und großzügig, zwar gut besucht, aber gar nicht eng und voll. Hier bleiben wir. ( N 37° 47´34.9″ W 01° 30´35.1″ )

Tagesetappe:   219 km                    Gesamtstrecke:   8.875 km

 
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Verfasst von - 16. Februar 2015 in Allgemein

 

Von Malaga nach Almeria

Der Campingplatz ist ziemlich voll, hier kriegen wir Platzangst, wir müssen heute früh schnell weg.
Auf der Anreise Mitte Dezember war der noch gerade zur Hälfte gefüllt, diesmal haben wir fast keinen Platz gekriegt.
Nach den vielen schönen Stellplätzen, die wir in den letzten zwei Monaten hatten, fast ein Kulturschock, oft standen wir irgendwo alleine, – in der Wüste sowieso, – oder nur mit ganz wenigen Nachbarn, mit viel Platz dazwischen, – hier jetzt Tür an Tür, das ist reichlich ungewohnt für uns.
Wir erfahren von deutschen Besuchern, daß sich, entgegen der letzten Jahre, unheimlich viele Franzosen hier eingestellt haben, die sonst immer die Wintermonate in Marokko verbracht haben. Das sind wohl die Besucher, die den marokkanischen Gastgebern dieses Jahr fehlen, sie haben uns oft genug davon erzählt.

Also schnell weiter, wieder zurück auf die A 7 und an der Küste lang, immer nach Osten, „Nerja“, „Almunecar“, „Motril“ und „Adra“ bis kurz vor „Almeria“, aus der „Costa del Sol“ wird die „Costa Tropical“, aus dem breiten Küstenstreifen werden bald schroff abfallende Felsen, bei „Calahonda“ verlassen wir die A 7 und fahren die schmale Küstenstraße lang, über die Klippen und durch die kleinen Dörfer, das ist interessanter, als nur stur auf der Autobahn zu fahren.
Kurz hinter „Castell de Ferro“ gönnen wir uns heute ein richtig oppulentes Sonntagmittagmahl in einem Restaurant am Meer, eine schöne Fischplatte muss sein, das hatten wir seit Weihnachten nicht mehr.

Das Wetter zeigt sich wieder von seiner Sonnenseite, schon früh am Morgen ist es sonnig und warm und so bleibt es auch den gesamten Tag, nur der Wind bläst unangenehm kräftig von den Hängen der nördlichen Berge, dort wo sie flacher sind weniger, an den steilen Abhängen jedoch richtig stark, das Meer ist dort ziemlich unruhig und trägt weiße Gischtkronen.

Nach dem Mittagessen fahren wir wieder auf die A 7, immer wieder mal sind die schneebedeckten Gipfel der nördlichen Gebirgszüge zu sehen, sieht irgendwie unwirklich aus, bei den frühlingshaften Temperaturen.
Bei „Adra“ beginnt die „Costa de Almeria“ und hier beginnen auch wieder die Folienlandschaften, zunächst nur einzelne Gewächshäuser, später aber dann wieder ganze Felder und letztlich sind ganze Landstriche komplett mit Folie bedeckt.

Einige Kilometer vor „Almeria“ erinnern wir uns, daß wir auf der Anreise im Yachthafen von „Almerimar“ recht schön gestanden haben, – eine halbe Stunde später sind wir dort. Auch hier stehen diesmal mehr Fahrzeuge als vor Weihnachten, hier ist jedoch alles so großzügig, daß dies gar nicht wirklich auffällt.
Wir stehen wieder direkt an der Mole, – drüben im wild tosenden Meer vor dem weiten Strand sind viele Kitesurfer unterwegs, offensichtlich bestes Wetter für diesen Sport.
Gegen 19 Uhr verschwindet die Sonne wunderschön im Meer und spät am Abend läßt der Sturm nach und es wird ruhiger. Gut so ! (N 36° 41´46.1″ W 02° 47´41.1″ )

Tagesetappe:   149 km                    Gesamtstrecke:   8.656 km

 
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Verfasst von - 15. Februar 2015 in Allgemein